Allgemeine Informationen

Grundsätzliches

Die meisten Autobesitzer haben eine Garage. Das Wort "Garage" lässt sich aus dem Französischen ableiten und bedeutet soviel wie "sicher verwahren". Garagen gibt es in sämtlichen Formen und Varianten. Auf das Wesentliche reduziert, ist die Garage eine geschützte Abstellmöglichkeit für Fahrzeuge. Durch das verschließbare Tor haben Einbrecher kaum Möglichkeiten, dass Auto zu entwenden. Auch Regen, Schnee oder Sturm können dem Fahrzeug nichts anhaben. Der einzige Nachteil, den eine Garage haben kann, ist die möglicherweise geringe Abfuhr von Feuchtigkeit. Dadurch entsteht eine gewisse Rostgefahr.

Geschichtliches

Die Geschichte der Garage ist fast so alt wie die des Automobils selbst. Denn seit der Einführung des motorbetriebenen Fuhrwerks wurden auch immer Wege gesucht, der Deutschen liebstes Kind vor Wind und Wetter zu schützen. Während zunächst nur der einfache Holzschuppen das Fahrzeug vor gröberen Schäden bewahrte, entwickelten Architekten und Ingenieure im Laufe der Zeit immer bessere Garagensysteme. In Deutschland war der beliebte Autoabstellplatz erstmal rein zweckbestimmt. Aufgrund von Materialknappheit in der deutschen Nachkriegszeit wurden Garagen passgenau angefertigt. Außer dem Auto selbst konnten in der Regel keine anderen Gegenstände mehr untergebracht werden. Das sollte sich aber sehr schnell ändern, denn die Garage wurde mit der Zeit nicht mehr nur ein Stellplatz für das Auto, sondern entwickelte sich auch zum zweiten Keller und privatem Gartenhäuschen. Auch die Funktion einer kleinen Werkstatt erfüllt die Garage. In der Schweiz wird eine Werkstatt übrigens tatsächlich als Garage bezeichnet. Der Betreiber wird "Garagist" genannt.

Die multifunktionale Nutzung fließt bis heute verstärkt in den Garagenbau ein. Die moderne Garage ist größer und bietet allgemein viel mehr Raum für zum Beispiel Fahrräder oder eine Werkbank. Nicht selten findet mittlerweile auch ein Zweitwagen in der Garage Platz. Neben der Größe haben sich natürlich auch die Architektur und das Design verändert. Die Garage und das Eigenheim bilden mittlerweile immer öfter eine perfekte Symbiose. Nicht selten kann man vom Haus direkt zur Garage gelangen, ohne das Gebäude verlassen zu müssen. Eine schöne Dachbegrünung, elektrische Tore und exklusive Fassaden machen deutlich, dass Garagen heute nicht mehr nur zweckdienliche Unterstellplätze für Fahrzeuge sind. Sie können sogar Ort der Inspiration sein, denn nicht selten hat der Weltruhm eines Unternehmens seinen Ursprung in einer einfachen Garage gehabt! (siehe auch Garagenfirma)

Materielles

Eine Garage kann aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. In Deutschland werden die meisten Garagen aus Stahlbeton angefertigt. Die beiden Baustoffe bieten in ihrer Kombination eine hohe Tragfähigkeit. Außerdem halten die Verbundstoffe sehr lange und können ein Fahrzeug so optimal vor äußeren Einflüssen wie Regen und Wind schützen. Die Stahlbetongaragen sind nicht selten sogenannte Fertiggaragen. Das bedeutet, sie werden nicht erst auf dem Grundstück gebaut, sondern schon vorher mit Hilfe einer Schalungsmaschine betoniert und anschließend zum Kunden transportiert. Der Beton wird normalerweise noch einmal extra verputzt, um dadurch mehr Witterungsschutz zu gewährleisten. Im letzten Schritt hat der Kunde die Möglichkeit, sich Türen und Tore auszusuchen, die dann an Ort und Stelle eingebaut werden. Wer ausgefallene Dinge mag, kann auch eine Rundgarage bestellen. Die Form ist relativ frei wählbar, da die Schalungsmaschine angepasst werden kann. Für waschechte Designer ist die Fertiggarage also auch eine gute Option.

Neben dem Verbundstoff Stahlbeton gibt es auch Garagen aus klassischem Holz. Eine Bodenplatte aus Beton bildet zunächst die Grundierung. Anschließend wird darauf die Holzgarage aus Pfosten und Balken gezimmert. Der Holzbau ist ohne Frage ein Hingucker, denn Holz wirkt elegant und stilvoll. Allerdings ist der Pflegeaufwand für einen Holzbau recht hoch. Darüber hinaus ist eine Holzgarage nicht so stabil wie eine Stahlbetongarage. Wer sich für einen Holzbau entscheidet, sollte diese Punkte auf jeden Fall beachten.

Garagen lassen sich auch selber bauen. Viele Hobbyingenieure, denen Holz zu unstabil ist, nehmen lieber Steine für den Garagenbau. Das Fundament bildet auch hier eine Bodenplatte aus Beton. Anschließend kann das Mauerwerk hochgezogen werden. Auch das Dach ist frei gestaltbar. Zu guter Letzt wird das Mauerwerk noch ordentlich verputzt. Die Stabilität von Mauergaragen liegt zwischen Stahlbetonbauten und Holzkonstruktionen.

Zugegeben, etwas sonderbar sehen Faltgaragen schon aus. Aber für gewisse Zwecke sind die merkwürdig anmutenden Fahrzeugüberzüge schon nützlich. Natürlich schützen sie nicht bei heftigen Wetterlagen, aber im Winter sorgen sie dafür, dass das Auto nicht vereist. Auch Tiere wie Katzen oder Mader haben keine Chance den wertvollen Autolack zu zerkratzen, denn der faltbare Überzug schließt mit dem Boden ab. Kostengünstig sind diese Garagen leider nicht. Mindestens 1000 Euro muss für die Anschaffung schon investiert werden.

Rechtliches

Es gibt verschiedene Garagenverordnungen (GarVO oder GaVO), die den Betrieb von Garagen und Stellplätzen regeln. Die Regelungen schreiben zum Beispiel vor, welchen Mindestradius die Zu- und Abfahrten haben dürfen oder welche maximale Steigung von Rampen nicht überschritten werden darf. Brandschutzbestimmungen von Wänden, Decken und Dächern gehören selbstverständlich genauso dazu wie der Mindestanteil von Frauenparkplätzen in einer Tiefgarage. Die Einzelheiten können von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein, denn die Garagenverordnungen werden nicht auf Bundesebene aufgestellt.

Die Garagenverordnung ist nicht zu verwechseln mit der Stellplatzverordnung. Die Stellplatzverordnung regelt, wie viele Stellplätze für Fahrzeuge und auch Fahrräder beim Neubau eines Gebäudes auf dem Grundstück oder in der näheren Umgebung vorhanden sein müssen. Die Anzahl der Stellplätze richtet sich dabei immer nach der Art des Gebäudes. Auch die Anzahl der im Gebäude arbeitenden oder lebenden Menschen spielt eine wichtige Rolle. Statistische Erhebungen und der Motorisierungsgrad in verschiedenen Regionen werden als Grundlage für die Festlegung der Stellplatzanzahl herangezogen.


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